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Weil es ja schon Tradition war, standen wir natürlich wieder um 6.00 Uhr auf. Abfahrt um 7.00 Uhr zum Frühstück in die Kaserne. Nach der alltäglichen Fahrzeugpflege gingen wir um 8.30 Uhr auf die letzte Etappe. Bei leichtem Regen fuhren wir durch die schöne Wachau, die zum Weltkulturerbe ernannt wurde. Um 9.45 Uhr erreichten wir Krems, wo am neuen Feuerwehrgerätehaus ein Halt eingeplant war. Die Kremser Feuerwehr konnte tatsächlich alle in der Vergangenheit verwendeten Fahrzeuge erhalten. Wir wurden von den Feuerwehr-Kameraden mit einem Kremser Wein empfangen.

Abfahrt von Krems um 10.10. Uhr. Die Landschaft änderte sich nun, die Berge wurden flacher und die Häuser in den Dörfern hatten einen östlichen Charakter. Und als dann Neustift in Sicht kam wussten wir, dass Wien nicht mehr weit war. Plötzlich wurde auch das Wetter besser und die Sonne kam hervor. Um 12.15 Uhr sammelten wir uns vor Wien. Franz Maier (Hennenstall) hatte Fahrzeugprobleme und blieb ein Kilometer vor dem Ortsschild Wien stehen. In Kolonnenfahrt mit Polizeieskorte und unter Missachtung aller roten Ampeln, fuhren wir in Wien ein. Das erste imposante Bauwerk war das Fernwärmewerk, das von dem berühmten Architekt Friedensreich Hundertwasser geplant wurde. Als wir dann den Stephansdom erreichten, hatte mancher Teilnehmer Tränen in den Augen.

Nun, nach 850 km hatten die betagten Fahrzeuge das Endziel erreicht. Am Stephansdom wurde kurz angehalten. Nach einer Weile ging es dann durch ein Menschenmeer weiter zur Hofburg, vorbei an dem Parlament bis zum Rathaus. In einem kleinen Raum im Rathaus waren wir von der Feuerwehr zum Mittagessen eingeladen. Es gab Frikadellen mit Kartoffelsalat und alkoholfreies Bier. Nach dem Essen gab es dann eine Führung durch das herrliche Rathaus. Wir besichtigten den großen Saal und das Parlament. Eindrucksvoll war der 3 Tonnen schwere und begehbare Kronleuchter. Um 15.00 Uhr ging es dann weiter zur Zentral-Feuerwache. Hier wurden wir vom höchsten Feuerwehrmann der Stadt Wien, Branddirektor Perner begrüßt. Wir waren der Mittelpunkt des hier stattfindenden Feuerwehrfestes. Kamerad Karl Hermann stellte der Bevölkerung die einzelne Fahrzeuge vor.

Eine zuerst geplante Übung der Benz-Truppe, konnte aus Platzgründen nicht durchgeführt werden. Einige Kameraden von uns mit Karl Hermann an der Spitze gingen anschließend in die naheliegende Hofkirche um dafür zu danken, dass die lange Fahrt glücklich verlaufen war. Zum Schluß stimmten sie noch das Lied „Großer Gott wir loben dich“ an. Am Abend waren wir dann ins Wiener Feuerwehrmuseum geladen. Nochmals Begrüßung durch Branddirektor Perner. Er zeigte sich sehr erfreut, dass man Wien für eine solche Tour ausgesucht hatte. Kamerad Karl Hermann bedankte sich für die Worte und berichtete, dass bei einer Sternfahrt in Kärnten diese Idee geboren wurde. Dr. Knödler, der Landesverbandsvorsitzende von Baden-Württemberg freute sich über diese gelungene Fahrt, die auch vom humanitären Gedanken der Feuerwehren begleitet wurde. Sein Dank gilt den Teilnehmern der Fahrt und den Institutionen, die uns auf der Fahrt verköstigt hatten. Ein besonders Dankeschön galt natürlich dem Tourenleiter Karl Hermann und dem hilfreichen Kollegen vom ADAC. Neben einer Medaille erhielten sie noch einen Gutschein für einen Aufenthalt im Feuerwehr-Erholungsheim Tittisee. Je eine Medaille ging auch an Harald Pflüger und an Branddirektor Perner. Unser Kamerad Harald Pflüger erhielt für seine gute Tourenplanung von Karl Hermann eine goldene Drehleiter, Willi Dongus und Stephan Mosmann für ihr Mithilfe eine Feuerwehrkerze.

Anschließend gab er dann die gefahrenen Kilometer bekannt. Der erste Preis, eine Magnumflasche Sekt, ging an Herbert Kniesel, der zweite an Walter Schnetzler und der dritte an Dieter Rath. Kamerad Harald Pflüger bat auch noch ums Wort. Zuerst überreichte er dem Museumsteam von Fulda einen goldenen Schraubenschlüssel und zwei linke Handschuhe, zur Erinnerung an die entsprechenden „Reparaturen“ an ihrem Fahrzeug. Ein besonderer Dank galt auch Kamerad Dieter Rath für seine Reparatureinsätze. Zum Schluss überreichte er Karl Hermann, im Namen aller Teilnehmer Feuerwehrzinnfiguren, die er während der Fahrt erstanden hatte. Anschließend wurden die Emailleplaketten durch Karl Hermann an die Teilnehmer ausgegeben. Professor Dr. Walter Jäger nahm die Gelegenheit wahr und bedankte sich bei Karl Hermann für diese unvergesslichen Tage.

Um 21.45 Uhr gingen wir dann in unser Nachtquartier. Dort saßen wir in der Gaststätte gemütlich zusammen. Bei einem guten Rotwein kam dann auch so mache Idee. Ich musste schriftlich festhalten, dass Willi Dongus sich als Verwaltungsfachmann bei der Feuerwehr Stuttgart bewerben will. Kamerad Dr. Knödler hatte aber wegen der fehlenden Qualifikation enorme Bedenken. Der Wirt stellte uns noch einige Flaschen Wein auf den Tisch und machte dann Feierabend. Um 1.05. musste ich festhalten, dass die Kameraden Dr. Knödler, Willi Dongus, Joachim Haase und Dr. Walter Jäger an der kommenden Fastnacht beim Nasenzug in Wolfach mitmachen wollen.